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Vier Monate im Reich der Mitte
Shanghai ist eine faszinierende Weltmetropole und nicht, wie die Berichterstattung der Medien manchmal vermuten lässt, eine typische Industriestadt. Sie lässt niemanden, der dort einige Zeit verbracht hat, wieder los. So durften wir als erste Gruppe des Studienganges IBAIT die Faszination Shanghais erleben.
Diese zeigt sich durch die kulturelle Vielfalt Chinas ebenso wie durch die Wunder der modernen Technik. Im Vergleich zu Shanghai mit knapp 17 Millionen Einwohnern erscheinen die deutschen Großstädte verschwindend klein. Die riesigen Videobildschirme, die überall in der Stadt zu finden sind, machen selbst dem Times Square in New York Konkurrenz. Beeinflusst durch das wirtschaftliche Wachstum verändert sich das Stadtbild permanent und Shanghai erscheint lebendig und bunt. Außerhalb der Rush Hour überzeugt Shanghai durch eine sehr gute funktionierende Infrastruktur.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hatten wir uns schnell eingewöhnt. Auch der Einstieg in das Studium an der Tongji Universität war dank der sehr guten Planung seitens der Universität und unserer Erfahrungen mit englischen Vorlesungen kein Problem.
Besonders spannend waren die von der Universität organisierten Vorträge von Spitzenkräften aus der chinesischen Wirtschaft sowie die Ausflüge zu zahlreichen chinesischen Sehenswürdigkeiten. Auch das Verhältnis zu den Dozenten war insgesamt sehr gut. So konnte man sich trotz des kulturellen Unterschiedes schnell an das Leben in Shanghai gewöhnen. Die Tongji Universität ist eine der renommiertesten Hochschulen in China und beeindruckt durch einen riesigen Campus, der neben Supermärkten auch Sportplätze und viele Essmöglichkeiten bietet.
Sprachlich war China natürlich eine Herausforderung, da trotz der guten Englischkenntnisse der Chinesen das Leben in der Stadt deutlich schwieriger ist, wenn man gar kein Chinesisch spricht. Allerdings konnten wir dank des sehr guten Chinesisch-Unterrichts vor Ort schnell in die Grundlagen einsteigen. So erfüllte es jeden mit Stolz, wenn er das erste Mal einen Satz sagen konnte, der von einem Chinesen verstanden wurde. Schließlich war dann auch das Feilschen auf den Märkten und das Bestellen des Essens in Restaurants kein Problem mehr. Nach einiger Zeit ist das Leben in Shanghai so zur Gewohnheit geworden, dass man nur noch schmunzelnd die vielen Touristen vor Ort beobachten konnte, welche häufig Schwierigkeiten hatten, sich in der großen Stadt zurechtzufinden.
Die anschließende Praxisphase im Unternehmen ermöglichte es uns, zusätzlich noch einen Einblick in die Arbeitswelt Shanghais. Während in Deutschland Prozesse und Abläufe meist klar definiert sind, ist die Arbeitsweise der Chinesen eher unstrukturiert.
Zusammenfassend kann man sagen, dass uns die Zeit in Shanghai sehr beeindruckt und geprägt hat. Eine allgemeine Weisheit unter den vielen „Expats“ in Shanghai ist, dass jeder, der 5 Jahre oder länger in Shanghai war, nicht mehr zurückkehren kann. Wer sich einmal etwas länger in Shanghai aufgehalten hat, weiß, was damit gemeint ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass nicht wenige von uns gerne noch einmal nach Shanghai zurückkehren möchten, um noch etwas mehr Zeit in dieser aufregenden Stadt zu verbringen.
Erfolg: Ludwigshafener Studenten beim Wirtschaftsplanspiel „Tournois de Gestion“
Vom 18. bis 19. März nahmen vier Studenten des dualen Studienzweiges BIP der FH Ludwigshafen am jährlich stattfindenden europäischen Wirtschaftsturnier „Tournois de Gestion“ in Straßburg teil.
Organisiert wurde die Teilnahme von Herr Professor Dr. Rudolf Mohr, der die Studenten der Fachhochschule unter anderem im Fach Steuerlehre unterrichtet.
Ziel war es einen international agierenden Tourismuskonzern in Konkurrenz zu 15 weiteren internationalen Teams zu führen. An den zwei Turniertagen wurden insgesamt 3 Geschäftsjahre simuliert. Durch die jeweiligen Entscheidungen in Bereichen wie Preisgestaltung, Investitionen und Marketing konnten die Teams ihr Unternehmen innerhalb des gemeinsamen Marktes positionieren.
Die insgesamt 6 vorgenommenen Entscheidungen wurden in Abhängigkeit der Marktentwicklung und der Konkurrenzteams durch eine Software bewertet und in Form eines Halbjahresergebnisses den Teams präsentiert.
Am Ende des zweiten Tages wurden durch die veranstaltenden Steuerberaterkammern aus Deutschland und Frankreich die Gesamtergebnisse präsentiert und in einer feierlichen Atmosphäre die Preise verliehen.
Das Team der FH-LU bestehend aus Christof Hermann, Nils May (beide SAP), Janes Grotelüschen und Florian Koch (beide BASF) erreichten den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis im Bereich des Liquiditätsmanagements.
Janes Grotelüschen und Florian Koch